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Wachstumszyklus
der Haare

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Haarwachstumsphasen und Haarzyklus erklärt

Haare wachsen nicht kontinuierlich, sondern durchlaufen einen natürlichen Haarzyklus, der aus mehreren aufeinanderfolgenden Phasen besteht. Dabei wächst jedes Haar unabhängig von den anderen Haaren auf dem Körper. Während einige Haare gerade aktiv wachsen, befinden sich andere bereits in einer Ruhephase oder fallen aus.

Die einzelnen Haarwachstumsphasen unterscheiden sich je nach Körperregion, Haarstruktur, Alter und individuellen Faktoren. Deshalb wachsen beispielsweise Kopfhaare über viele Jahre, während Körperhaare deutlich kürzere Wachstumsphasen besitzen.

Für die Haarentfernung mit Licht oder Laser ist der Haarzyklus besonders wichtig. Da sich nicht alle Haare gleichzeitig in derselben Wachstumsphase befinden, können nicht alle Haare bei einer einzigen Behandlung gleichermaßen erfasst werden. Mehrere zeitlich aufeinander abgestimmte Sitzungen berücksichtigen deshalb den natürlichen Haarzyklus.

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Was ist der Haarzyklus?

Der Haarzyklus beschreibt den natürlichen Lebenszyklus eines einzelnen Haares von seiner Entstehung und dem aktiven Wachstum über eine Übergangs- und Ruhephase bis zum Ausfallen. Anschließend kann aus derselben Haaranlage ein neues Haar entstehen und ein neuer Zyklus beginnen.

Wichtig dabei ist: Nicht alle Haare befinden sich gleichzeitig in derselben Phase. Auf einer Körperregion können sich deshalb gleichzeitig wachsende, ruhende und ausfallende Haare befinden.

Der Haarzyklus wird üblicherweise in mehrere Phasen eingeteilt:

  1. Anagenphase: aktive Wachstumsphase
  2. Katagenphase: Übergangsphase
  3. Telogenphase: Ruhephase
  4. Exogenphase: Ausfall des Haares

Die Grenzen zwischen diesen Phasen sind biologisch nicht immer scharf voneinander getrennt. Für das Verständnis des Haarwachstums und insbesondere für lichtbasierte Haarentfernungsverfahren bietet diese Einteilung jedoch eine gute Orientierung.

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Die vier Haarwachstumsphasen im Überblick

Anagenphase: Die aktive Wachstumsphase

In der Anagenphase befindet sich das Haar in seiner aktiven Wachstumsphase. Die Zellen im Bereich der Haarmatrix bilden kontinuierlich neue Haarsubstanz, wodurch das Haar aus dem Haarfollikel herauswächst.

Für die Haarentfernung mit Licht oder Laser ist diese Phase besonders relevant. Während des aktiven Wachstums besteht eine enge Verbindung zwischen dem Haar und den Strukturen im Haarfollikel. Dadurch kann die Lichtenergie gezielt auf die für das Haarwachstum relevanten Strukturen wirken.

Die Dauer der Anagenphase hängt von der Körperregion ab. Während sie bei Kopfhaaren mehrere Jahre dauern kann, ist sie bei Körperhaaren deutlich kürzer. Auch der Anteil der Haare in dieser Phase unterscheidet sich je nach Körperregion. Daher lässt sich kein allgemeingültiger Prozentsatz für alle Körperhaare nennen.

Katagenphase: Die Übergangsphase

Nach der aktiven Wachstumsphase folgt die Katagenphase, die auch als Übergangsphase bezeichnet wird. In dieser Zeit stellt der Haarfollikel seine aktive Produktion schrittweise ein. Das Haar wächst nicht mehr wie zuvor weiter und die Verbindung zwischen dem Haar und den aktiv produzierenden Bereichen des Follikels verändert sich.

Der Haarfollikel zieht sich zunehmend zurück und bereitet sich auf die anschließende Ruhephase vor. Die Katagenphase ist vergleichsweise kurz und dauert bei Körperhaaren in der Regel nur wenige Wochen. Anschließend geht der Haarfollikel in die Telogenphase über.

Für die Behandlung mit Licht oder Laser ist diese Phase weniger relevant als die aktive Wachstumsphase, da sich die Strukturen im Haarfollikel während des Übergangs verändern. Deshalb sind mehrere Behandlungen in passenden Abständen erforderlich.

Telogenphase: Die Ruhephase

Auf die Übergangsphase folgt die Telogenphase, die sogenannte Ruhephase. Das Haar befindet sich nun nicht mehr im aktiven Wachstum und der Haarfollikel ist in dieser Zeit weniger aktiv.

Das bereits gebildete Haar kann zunächst noch im Follikel verbleiben. Nach einer gewissen Zeit löst es sich und fällt schließlich aus. Anschließend kann aus dem Follikel ein neues Haar hervorgehen und ein neuer Haarzyklus beginnen.

Da sich die einzelnen Haare nicht synchron entwickeln, befinden sich zu einem bestimmten Zeitpunkt unterschiedliche Haare in der Wachstums, Übergangs oder Ruhephase. Die Dauer der einzelnen Phasen kann dabei je nach Körperregion und individuellen Voraussetzungen variieren.

Exogenphase: Wenn das Haar ausfällt

Die Exogenphase beschreibt den Zeitraum, in dem sich das alte Haar aus dem Follikel löst und schließlich ausfällt. Dieser Vorgang ist ein natürlicher Bestandteil des Haarzyklus und kann je nach Körperregion unterschiedlich lange dauern.

Während dieser Phase befindet sich das alte Haar nicht mehr im aktiven Wachstum. Der Haarausfall bedeutet jedoch nicht, dass die Haaranlage dauerhaft inaktiv ist. Der Follikel bleibt bestehen und kann anschließend wieder ein neues Haar hervorbringen.

Mit dem Beginn einer neuen Wachstumsphase startet auch ein neuer Haarzyklus. Wann dieser einsetzt und wie lange die einzelnen Phasen dauern, hängt unter anderem von der Körperregion und den individuellen Voraussetzungen ab.

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Wie lange dauert ein Haarzyklus?

Die Dauer eines Haarzyklus lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl angeben. Sie hängt unter anderem davon ab, wo sich das Haar befindet.

Kopfhaare besitzen beispielsweise eine sehr lange aktive Wachstumsphase und können deshalb über Jahre wachsen. Körperhaare durchlaufen ihre Wachstumsphasen wesentlich schneller. Deshalb erreichen Haare an Beinen, Armen oder im Intimbereich normalerweise nicht die gleiche Länge wie Kopfhaare.

Auch innerhalb einer Körperregion können sich die einzelnen Haare unterscheiden. Jedes Haar besitzt seinen eigenen Zyklus und durchläuft die verschiedenen Phasen zeitlich versetzt.

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Haarwachstum nach Körperregion

Die Unterschiede zwischen den Körperregionen sind auch für die Haarentfernung relevant. Bei Haaren im Gesicht gelten beispielsweise andere Wachstumsintervalle als bei Haaren an Beinen, Armen oder im Intimbereich.

Daher werden Behandlungsabstände nicht ausschließlich nach einem festen Kalender festgelegt. Entscheidend ist vielmehr, die natürlichen Wachstumsbedingungen der jeweiligen Körperregion zu berücksichtigen.

Bei Haarfreiheit werden für unterschiedliche Körperregionen deshalb unterschiedliche Abstände zwischen den Behandlungen empfohlen. Diese dienen dazu, möglichst viele Haare zu einem geeigneten Zeitpunkt ihres individuellen Haarzyklus zu erreichen.

Warum wachsen Haare unterschiedlich schnell?

Die Geschwindigkeit des Haarwachstums ist von Mensch zu Mensch verschieden. Auch unterschiedliche Körperregionen weisen einen eigenen Wachstumsrhythmus auf.

Zu den Einflussfaktoren gehören unter anderem:

  • Körperregion
  • genetische Veranlagung
  • Alter
  • hormonelle Einflüsse
  • individuelle Haarstruktur
  • Dichte der Haaranlagen

Auch hormonelle Veränderungen können den Haarwuchs beeinflussen. Dadurch kann sich beispielsweise die Stärke oder Dichte der Behaarung verändern, ohne dass sich der grundlegende Aufbau des Haarzyklus verändert.

Das erklärt auch, warum zwei Menschen trotz ähnlicher Körperregion und vergleichbarer Haarstruktur einen unterschiedlichen Haarwuchs aufweisen können.

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Warum sind mehrere Behandlungen bei der Haarentfernung notwendig?

Der Haarzyklus ist einer der wichtigsten Gründe dafür, dass eine licht- oder laserbasierte Haarentfernung nicht mit einer einzigen Behandlung abgeschlossen werden kann. Der entscheidende Punkt ist, dass nicht alle Haare gleichzeitig aktiv wachsen. Während sich ein Teil der Haare in der Anagenphase befindet, sind andere Haare gerade in der Übergangs- oder Ruhephase.

Bei einer Behandlung können deshalb vor allem diejenigen Haare gezielt erfasst werden, die sich zu diesem Zeitpunkt in einer geeigneten Wachstumsphase befinden. Weitere Haare werden erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder relevant, wenn sie ihren individuellen Zyklus entsprechend durchlaufen haben. Deshalb werden mehrere Behandlungen in zeitlichen Abständen durchgeführt. Die Abstände orientieren sich dabei an der jeweiligen Körperregion und dem individuellen Haarwachstum.

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Icon Laserhaarentfernung

Haarzyklus und Haarentfernung mit Licht oder Laser

Bei lichtbasierten Verfahren wie IPL, SHR oder bestimmten Laserverfahren wird die Energie über das Haar beziehungsweise dessen Pigmente zu den relevanten Strukturen des Haarfollikels geleitet. Für die Behandlung spielt deshalb eine aktive Verbindung zwischen Haar und Follikel eine wichtige Rolle.

Während der Ruhephase befindet sich das Haar dagegen in einem anderen biologischen Zustand. Es ist deshalb nicht jede sichtbare Behaarung gleichermaßen für eine Behandlung zugänglich.

Das erklärt einen häufigen Irrtum: Dass nach einer Behandlung weiterhin Haare sichtbar sind, bedeutet nicht automatisch, dass die Behandlung nicht gewirkt hat. Ein Teil dieser Haare kann sich zum Zeitpunkt der Behandlung schlicht in einer anderen Phase des Haarzyklus befunden haben.

Die wiederholten Behandlungen berücksichtigen genau diesen natürlichen Wechsel der Wachstumsphasen.

Welche Behandlungsabstände sind sinnvoll?

Die optimalen Abstände zwischen den Sitzungen hängen von der behandelten Körperregion und dem individuellen Haarwachstum ab.

Bei Haarfreiheit werden als Orientierung unterschiedliche Intervalle verwendet:

4 Wochen          Achsel, Bikini, Intim, Pofalte

6 Wochen          Beine, Arme, Brust, Bauch, Rücken und weitere Körperregionen

8 Wochen          Gesicht, Hals, Oberlippe und Kinn

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Was passiert zwischen den Behandlungen?

Zwischen den einzelnen Sitzungen durchlaufen die Haare weiterhin ihren natürlichen Haarzyklus. Einige Haare wachsen sichtbar nach, während andere erst zu einem späteren Zeitpunkt aus der Ruhephase in eine neue Wachstumsphase übergehen.

Deshalb sollte die Behandlung nicht zu früh wiederholt werden. Wenn zu diesem Zeitpunkt nur wenige Haare in einer geeigneten Wachstumsphase vorhanden sind, kann der Termin weniger sinnvoll sein.

Auch längere Unterbrechungen sind nicht automatisch problematisch. Allerdings verschiebt sich dadurch der Zeitpunkt, zu dem bestimmte Haare behandelt werden können. Die individuelle Planung der Sitzungsabstände hilft daher dabei, den natürlichen Haarzyklus möglichst sinnvoll zu berücksichtigen.

Hintergrund Makroaufnahme Haare mit Lichteffekt

Haarwachstumsphasen einfach erklärt

Der Haarzyklus lässt sich vereinfacht so zusammenfassen:

Anagenphase → Katagenphase → Telogenphase → Exogenphase → neuer Haarzyklus

Das Entscheidende dabei ist, dass nicht jedes Haar gleichzeitig am selben Punkt dieses Zyklus steht. Während ein Haar aktiv wächst, kann ein anderes Haar bereits ruhen oder ausfallen.

Genau diese zeitliche Verschiebung erklärt, warum Haare unterschiedlich schnell nachwachsen und warum bei einer licht- oder laserbasierten Haarentfernung mehrere Sitzungen notwendig sind.

Häufige Fragen zum Haarzyklus und zu den Haarwachstumsphasen

Welche Haarwachstumsphasen gibt es?

Der Haarzyklus wird üblicherweise in Anagenphase, Katagenphase, Telogenphase und Exogenphase unterteilt. Dabei handelt es sich um die aktive Wachstumsphase, die Übergangsphase, die Ruhephase und die Phase des Haarausfalls.

In welcher Phase wachsen die Haare?

Das Haar wächst während der Anagenphase, also der aktiven Wachstumsphase. Wie lange diese Phase dauert, hängt von der Körperregion und weiteren individuellen Faktoren ab.

Warum wachsen nicht alle Haare gleichzeitig?

Jedes Haar besitzt seinen eigenen individuellen Haarzyklus. Dadurch befinden sich die Haare einer Körperregion zu einem bestimmten Zeitpunkt in unterschiedlichen Wachstumsphasen.

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Warum braucht man mehrere Sitzungen bei der Haarentfernung?

Da nicht alle Haare gleichzeitig in der geeigneten Wachstumsphase sind, können mit einer einzelnen Behandlung nicht alle Haare gleichermaßen erreicht werden. Mehrere Sitzungen ermöglichen es, die Behandlung zeitlich auf die unterschiedlichen Wachstumszyklen abzustimmen.

Wie lange dauert der Haarzyklus?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Kopfhaare können mehrere Jahre in der Wachstumsphase bleiben, während Körperhaare wesentlich kürzere Wachstumszyklen besitzen. Auch zwischen verschiedenen Menschen bestehen individuelle Unterschiede.

Kann sich der Haarzyklus verändern?

Ja. Alter, hormonelle Veränderungen, genetische Faktoren und bestimmte körperliche Veränderungen können das Haarwachstum und damit auch die Dauer einzelner Wachstumsphasen beeinflussen.

Nur ca. 10% der Haare befinden sich innerhalb eines Zyklus in der aktiven Wachstumsphase. Deshalb kann immer nur ein kleiner Teil mit einer Behandlung erreicht werden. Weiter unten erfahren Sie hierzu weitere Einzelheiten.

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